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2001

Internet

Metronaut - Berlin

Bericht vom 29.06.2001

 

Am 09.07.2001 fand ich in einer Suchmaschine folgendes Ergebnis:

 

Titten und Aquarium
Deutschlands schlechteste private Homepages – eine Auswahl

Wolfgang I. ist ein aktiver Mensch: Sein Aquarium liebt er von ganzem Herzen, ebenso seine Freundin Erika. Gemeinsam mit Erika verreist er oft. Sie waren schon in Asien und in Südfrankreich. In Asien haben sie ein Patenkind, in Südfrankreich immerhin ein Motorboot. Wolfgang I. liebt auch dieses Motorboot und drückt das aus mit dem poetischen Satz "Wenn es für ein Motorboot nicht?". Mit Computern kennt sich Wolfgang I. auch ein bisschen aus. Jedenfalls glaubt er das. Deswegen hat er sich eine hübsche eigene Homepage gestaltet, auf welcher er alle diese schönen Sachen erzählt – und damit ist er nicht allein.

"Deutschland geht Online" teilt die Werbekampagne eines großen Providers seit geraumer Zeit mit. Und unterschlägt dabei fahrlässig, was diese wertneutrale Aussage eigentlich bedeutet: Deutschland geht tatsächlich Online. Was es dabei produziert, wirft in vielen Fällen die Frage auf, ob es nicht besser sei, diversen Personen den Zugang zum Internet schlichtweg zu verbieten.

Franz ist so einer, der Online gegangen ist. Dabei muss er sich überlegt haben, dass es ganz hübsch aussehen könnte, wenn er auf seiner Homepage alle Farben unterbringt, die er kennt. Ebenso wie alle Schriftsätze. Deswegen lässt sich das meiste, was er dort über sein Leben schreibt, leider nicht entziffern. Macht aber nichts, dann fällt seine geringfügige Rechtschreibschwäche auch nicht weiter ins Gewicht. Vieles zwischen "Internetz" und "Lebensfhilosophie" wird darüber hinaus überdeckt von einer Armada an roten Herzchen – Franz sucht nämlich noch eine Frau. Das kann ja nur eine Frage der Zeit sein.

Professioneller wirkt da schon der Webauftritt von Karl F. : Es gibt Musik. Nicht irgendwelche Musik, sondern das Deutschlandlied. Kaum dass man sich auf seine Startseite begeben hat, ertönt es in vollem Glanze; selbstgespielt vermutlich, original "My first Sony". Deutschlandfahnen wehen und umranden feierlich – bei aller Bescheidenheit, das musste wohl sein – Karls eigenes Konterfei. Der Rest seiner Site hat dann allerdings nicht mehr so viel mit Deutschland zu tun, im wesentlichen beschränkt sich Fritsch auf ein Tagebuch seiner letzten Europareise. Das ist beinahe Interessant und dauert auch kaum länger als 30 Seiten. Das beste an Karl F.: Er hat noch einen Bruder. Den Tom. Dessen Website ist zwar noch im Aufbau, sieht aber jetzt schon vielversprechend aus.

Nicht mehr lustig, sondern einfach nur bitter, ist die Art und Weise, wie andere Zeitgenossen die Internet-Gemeinde mit ihrer Existenz behelligen. Die Homepage von Maik E. ist dafür ein Paradebeispiel. Die Bewunderung, welche dieser Mann seinem tiefergelegten Opel, Weichei-Synonymen sowie monströsen Superbusen entgegenbringt, ist eine Sache. Würgereiz hingegen verursacht seine Fotoreportage "Urlaub in Thailand". Weiterer Kommentar ist an dieser Stelle überflüssig. Nur soviel: Der Mann hat gewiss keine Trekking-Tour gemacht.

Sympathischer ist da schon die Seite von Ernst H. Hier handelt es sich um ein schönes Beispiel, dass es auch Menschen in der zweiten Lebenshälfte gelingt, sich mit dem Medium Internet vertraut zu machen. Ernst H. wurde nämlich unlängst 60. Und hat aus diesem Anlass seine eigene Homepage Online gestellt: "Wilkommen auf der Homepage von Ernst Hengstenberg anlässlich seines 60' Geburtstages" heißt es dort in fast feinstem Deutsch. Das ist dann aber auch alles. Hengstenberg scheint ein Meister der Askese zu sein, denn auf weiteren Ballast hat er verzichtet. Kein Foto wurde hinzugefügt, keine banale Hintergrundfarbe. Nichts, aber auch gar nichts stört die friedliche Zweisamkeit zwischen Leser und diesem schönen Satz.

Sebastian Stoll
29.06.01

 

 

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Letzte Bearbeitung von Karl Fritsch: Freitag, 21. Februar 2014 13:51:31 +0100
Erstellt: 29.07.2001 - Veröffentlichung: 01.08.2001

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