Obdachlars sucht dringend eine Wohnung in Hamburg!
 

Wir wollen keine GEN (manipulierte) Lebensmittel! - Die deutsche Regierung hält sich heraus und läßt den Bürger einfach stehen inklusive aller Konsequenzen!

© Copyright by Karl Fritsch

Medien-Auftritte

Wirtschaftsmagazin Brand Eins

Sei mein Favorit! - (Bookmark)

© Copyright by Karl Fritsch

Werbung

 
Direkt zum Chat!  
 

Werbung

 

2001

Internet + Fachzeitschrift

Wirtschaftsmagazin Brand Eins

Ausgabe 6/2001

 

Am 29.07.2001 bekam ich von Andreas Kamp der die Seite Netdreck macht eine E-Mail.
In der E-Mail steht, das ich im Wirtschaftsmagazin Brand Eins bin. und hier der Artikel:

 

Wirtschaftsmagazin Brand Eins

 

Webdesign

Das Grauen im Netz

Peter Braun

Schlimm. Schlimmer. Homepage. Allzu leicht zugängliche Technik und falsch verstandene Meinungsfreiheit führen zu abartig miserablen Web-Seiten. Verdiente Warner und Kommentatoren im Internet zerren den Web-Schrott ans Tageslicht.

---- Gut gelaunt? Im Frieden mit der Welt? Die Vöglein singen, und das Leben ist gut? Das muss nicht so bleiben. Wer die Homepage eines gewissen Karl Fritsch gesehen hat, lässt alle Hoffnung fahren. Sie ist die schlechteste der Welt. Ausgezeichnet. Mehrfach. Kult. Aber nicht ohne Konkurrenz.

„Schlaglöcher in der Datenautobahn“, wie Jürgen Graf aus Offenbach die Web-Katastrophen nennt, nehmen proportional mit der weiterhin steigenden Zahl an Nutzern im Netz zu. Der 47-Jährige betreibt seit 1997 sein Trash-Directory „Die Endgültige Müllseite“, eine virtuelle Lagerstätte für das Grauen im Netz. Er tut das als Hobby, sein Geld verdient er im öffentlichen Dienst. Sein Gruselkabinett ist inzwischen auf über 500 Exemplare angewachsen. Suchen muss Graf schon lange nicht mehr: Seine Fans schicken ihm „20-mal mehr Vorschläge, als ich veröffentlichen kann.“ Mehr als 30000 Masochisten, Spötter und Trash-Fans besuchen pro Monat seine www.muellseite.de. Besonders schlimme Homepages würdigt er mit dem jährlichen Ultimate Trash Site Award, einer „18 Kilobyte schweren massiven Pixelmasse“ in Form einer Müllcontainer-Grafik.

Das Netz ist voll mit unglaublich Schlechtem. Längst sind die Trash-Macher stolz auf das Grauen, das sie anrichten.

Inzwischen hat Graf eine Reihe von Nachahmern gefunden. Der 25-jährige Kölner Martin Balazs betreibt seit Juli 1999 sein Grusel-Verzeichnis „ Webdreck “, der gleichaltrige BWL-Student Andreas Kamp aus Dormagen schickte im April vergangenen Jahres seinen „ Netdreck “ ins Rennen, und im September ging der 19-jährige Zivildiener Thomas Promny aus Steckelsdorf mit seinem „ Worst of the Web “ an den Start. Wann ist eine Homepage schlecht genug für die Aufnahme in die Web-Kataloge? „Wenn sie so schlecht ist, dass ich schon wieder darüber lachen kann“, sagt Andreas Kamp von Netdreck. „Mich fasziniert das Technische nicht. Eher der schlechte Umgang mit Sprache, kein Inhalt, überzogene Selbstdarstellung und stümperhaftes Design.“ Jürgen Graf von der Endgültigen Müllseite hat da eine ganz genaue Definition: „Wohltuende Bescheidenheit der Idee, Mut zur unfreiwilligen Komik, ungebremste Selbstdarstellungskraft, Großzügigkeit im Umgang mit den Regeln der Grammatik, des Satzbaus und der Orthografie, Sinnabstinenz beim Einsatz neuester technischer Mittel, Enthaltsamkeit gegenüber ästhetischen Grundprinzipien und rudimentär vorhandene HTML-Kenntnisse.“ Von allem etwas, und das nicht zu knapp.

Die Gruselseiten sind ein Segen für erwerbsmäßige Webdesigner. Ihr Alibi: Seht her, es geht noch schlechter.

Allerdings kämpfen auch professionelle Webworker mit den Tücken der HTML-Programmierung. Konzerne, Verlage und Start-ups feilen gleichermaßen energisch wie verzagt an Antworten auf die Frage, was dem Publikum optisch zumutbar ist. Von Inhalten alias „Content“ nicht zu reden. Die vorgeführten miesesten Seiten im Netz sind ein brillantes Alibi für die „Profis“: Alles, was besser ist, ist bereits Kunst. So gesehen, sind die Grusel-Webdesigner zumindest ehrlich. „Man ist stolz, dass man es geschafft hat, eine Homepage zu programmieren, und ist plötzlich Teil der Hightech-Gesellschaft des 21. Jahrhunderts“, erahnt Andreas Kamp von Netdreck die Motive der Selbermacher. Jürgen Graf will die Motivationslage seiner Opfer „in vielen Fällen lieber gar nicht so genau kennen lernen“.

Nun also: eine Chance auf Lernen und Bessermachen durch Vorgeführt-Werden. Sozusagen der pädagogische Sinn der Strafe. Daran dürfen berechtigte Zweifel geäußert werden. Die vielfach international als miserabel gebrandmarkte, berüchtigte amerikanische Lehrer-Zentralseite http://www.teacher.com/ unterweist US-Studienräte unter anderem auch in der richtigen Website-Gestaltung, oder was man dafür hält. Da erweist sich das Motto der Web-Lehrer „A good teacher explains. A superior teacher demonstrates. A great teacher inspires“ als kalte Drohung. Der Bock als Gärtner, das ist keineswegs selten. Und: Zu viel Herumgestochere bei den Betroffenen bringt in der Regel nichts – außer der gelegentlichen Androhung von Ärger. Einer habe sich sogar prophylaktisch gemeldet und gewarnt, er würde bei einer Listung Rechtsmittel einlegen, so Jürgen Graf.

Eine Austragung aus seiner Trash-Liste lehnt Graf kategorisch ab, ebenso die Rückfrage nach dem Einverständnis der Betroffenen: „Die Preisträger werden aus Pietätsgründen nicht informiert.“ Kleiner Trost: „Manche Leser schicken mir eine Mail, wenn eine Website verbessert wurde. Dann schreibe ich einen Nachtrag in den News.“ Thomas Promny von Worst of the Web relativiert: „Es passiert aber selten, dass die Leute ihre Seiten nach einer Nominierung ändern.“ Ansonsten behaupten die Preisträger einfach, sich über den zusätzlichen Besucherstrom auf ihren Seiten gefreut zu haben.

Zu den unangenehmen Begleiterscheinungen gehört, dass sich übereifrige Zeitgenossen durch die Listung einer Website dazu aufgerufen fühlen, deren Webmaster deftige Beschimpfungen in sein Gästebuch zu stanzen. Davon distanzieren sich alle Trash-Sammler. „Das ist nicht im Sinne dieses Angebotes“, sagt Andreas Kamp. „Die Webmaster der hier gelisteten Seiten haben teilweise viel Mut bewiesen, indem sie ihre Werke der Öffentlichkeit zugänglich gemacht haben. Dieser Mut sollte respektiert werden.“ Nicht alle folgen solchen Appellen. Webdesigner Reinhold Wentsch, über dessen Homepage sich Worst of the Web mit den Worten „So ein peinlicher Webdesigner“ lustig machte, wurde von digitalen Amokläufern im Zeichen des guten Geschmacks zeitweise mit 200 Gästebuch-Einträgen pro Stunde bombardiert.

Andererseits: Wer richtet, wohnt nah am Schafott.

Es kann auch umgekehrt ablaufen. Worst-of-the-Web-Macher Thomas Promny wurde selbst schon Mail-Bomben-Opfer. Nachdem er den Webmaster einer Zahntechniker-Homepage darüber informierte, dass sein Werk zur schlechtesten Homepage der Woche gekürt wurde, beschimpfte der ihn in deftigen Worten: „Ihr Arschlöcher, primitives Pack.“ Und zur Einschüchterung: „Wir glauben, dass durch Ihre negative Beurteilung unserer Homepage mindestens ein Schaden von 500000 Mark entstanden ist. Weiteres erfahren Sie durch unseren Rechtsanwalt.“ Die Drohung wurde 2000-mal an Promny versandt.

Kleinlich. Das kann man vom bekanntesten Trash-Seiten-Macher des Webs, Karl Fritsch, nicht behaupten. Stolz zieren die Auszeichnungen seine bizarre Seite, auf der alles blinkt und blitzt, was sich irgendwie durch die Leitung bringen ließ.

Die Bezeichnung „fritschmäßige Seiten“ für schlecht gestaltete Web-Ware ist zum geflügelten Wort der Branche geworden. Was lernen wir daraus? Übles wird nicht besser. Aber bekannt. Eine eigene Qualität.

 

 

Zurück zur Seite: "Berner Zeitung" Weiter zur Seite: "Metronaut - Berlin"

Werbung

 
  Sei mein Favorit! - (Bookmark)  
 

Werbung

Wir wollen keine GEN (manipulierte) Lebensmittel! - Die deutsche Regierung hält sich heraus und läßt den Bürger einfach stehen inklusive aller Konsequenzen!

Zurück zum Inhalt der Medien-Auftritte

Geier Sturzflug - Bruttosozialprodukt (1:29 Stereo 22.6)

Adresse Bannertausch E-Mail Home Infoletter Kontaktbörse Scan-Service Über mich ZuVerkaufen

Letzte Bearbeitung von Karl Fritsch: Freitag, 21. Februar 2014 13:51:30 +0100
Erstellt: 29.06.2001 - Veröffentlichung: 01.07.2001

Sitemap

Sponsor Copyright & Webdesign by Karl Fritsch - Alle Rechte sind reserviert! - All rights reserved!

Jeden Donnerstag Chat
Chat, Forum und Gästebuch! - Na, wie wäre es?
mit Karl Fritsch 21:00h - 22:00h

Powered by 1&1

ObsoleszenzMurks - Nein Danke! WerbungObdachlarsGewinne 1 Million Euro